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2.787 Bytes hinzugefügt ,  12:25, 30. Okt. 2020
=== Die Täufer ===
Im Gegensatz zur Romkirche und der mit den staatlichen Obrigkeiten verbündeten Reformatoren Luther, Zwingli und Calvin, lehnten die sogenannten Täufer die kirchliche Säuglingstaufe ab. Sie begannen, wie im frühen Urchristentum, Erwachsene zu taufen, die sich für ein Leben in der Nachfolge Christi entschieden haben, weswegen sie Täufer genannt wurden. Sie lehnten auch jede Form des Kriegsdienstes ab und legten großen Wert auf eine schlichte, gottgefällige Lebensführung. Ihre Treffen fanden in schlichten Räumen, auf Dachböden, in Scheunen oder in der freien Natur statt. Die katholische und die protestantische Kirche, ansonsten untereinander verfeindet, waren sich in einem einig: in der bekämpfung der Täufer und auch der angeblichen Hexen.  Es ist wenig bekannt, dass unter Luther sogar noch mehr unschuldige Frauen als Hexen verbrannt wurden, als unter der katholischen Blutherrschaft. Auf dem Reichstag zu Speyer im Jahr 1529 beschlossen ihre Abgesandten mit Gewalt gegen die Täufer vorzugehen und verhängten reichsrechtlich die Todesstrafe für alle Menschen die sich zum Täufertum bekannten. Ihr Verbrechen: Sie wollten ein Leben wie die Urchristen führen. Die Täufer waren jetzt praktisch vogelfrei und durften ohne Gerichtsurteil getötet werden, wie folgender Abschnitt aus dem neuen Reichsgesetz zeigt:  "Hat ihre Majestät eine rechtmäßige Konstitution, Satzung und Verordnung erlassen, das alle wieder Täufer und wieder Getauften, Männer und Frauen in verständigem Alter, vom natürlichen Leben zum Tod, mit dem Feuer, Schwert oder dergeleichen, nach Gelegenheit der Personen ohne vorhergehende Inquisition der geistlichen Richter, gerichtet und gebracht werden." Mit schwerer Strafe wurden aber auch Katholiken und Protestanten bedroht, die Sympathie oder Mitgefühl mit den von der Kirche verfolgten Christen hatten und ihnen Unterschlupf gewährten. Der erste ökumenische Inquisitionsfeldzug der katholischen und evangelischen Machtblöcke, wurde in ganz Mitteleuropa sehr grausam geführt - vor allem in der Schweiz, Österreich und in den Niederlanden. Die Gefahr für Nachfolger Christi ermordet zu werden war zu dieser Zeit auch besonders deshalb so groß, weil die reformatoren gegenüber der katholischen Konkurrenz die besseren Kirchenführer sein wollten und deshalb oft besonders grausam und unerbittlich gegen Abweichler vorgingen, um ihren eigenen, angeblich rechten Glauben damit unter Beweis zu stellen.  Auch das Aufspüren der Abweichler wurde nicht dem Zufall überlassen. In Bern, in der Schweiz zum Beispiel, wurden zu diesem Zweck sogenannte Täuferjäger eingesetzt. Ein Überbleibsel davon sind die heutigen kirchlichen Sektenbeauftragten. ... in Bearbeitung  ----------------------------------------------------------------------------
Na, und wenn es in diesem Rundlauf nicht klappt, dann vielleicht in einer der nächsten Inkarnationen? (Kleiner Scherz meinerseits am Rande ;-) )
 
== Die Apokryphen und das 3. und 4. Buch Esra ==

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