Jeremy Bentham: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 16:40 Uhr
Aus der Wikipedia:
Jeremy Bentham (* 4. Februar 1747jul. / 15. Februar 1748greg. in Spitalfields, London; † 6. Juni 1832 ebenda) war ein englischer Jurist, Philosoph und Sozialreformer.
Bentham gilt als Begründer des klassischen Utilitarismus. Er war einer der wichtigsten Sozialreformer Englands im 19. Jahrhundert und ein Vordenker des modernen Wohlfahrtsstaats. Er forderte allgemeine Wahlen, das Frauenstimmrecht, die Abschaffung der Todesstrafe, Tierrechte, die Legalisierung jeglicher sexuellen Präferenz (Homosexualität, Päderastie, Sodomie) und die Pressefreiheit. Er gilt als Vordenker des Feminismus, als Vorkämpfer der Demokratie, des Liberalismus und des Rechtsstaats. Bentham ist aber auch bekannt für seine scharfe Kritik an der französischen Menschenrechtserklärung und sein Eintreten für Wucherzinsen. Auch lieferte er Argumente für einen legitimen Einsatz der Folter und entwickelte mit dem Panoptikum ein Modell-Gefängnis, anhand dessen Michel Foucault im Zuge seiner Analyse der Disziplinarmacht moderne Techniken und Formen der Überwachung untersuchte. [2]
Zitate
"Die Frage ist nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden? Warum sollte das Gesetz irgendeinem empfindungsfähigen Wesen seinen Schutz verweigern? Die Zeit wird kommen, wenn Menschlichkeit ihren Schutz über alles ausbreitet was atmet."
"Der Tag mag kommen, an dem der Rest der belebten Schöpfung jene Rechte erwerben wird, die ihm nur von der Hand der Tyrannei vorenthalten werden konnten. Die Franzosen haben bereits entdeckt, daß die Schwärze der Haut kein Grund ist, ein menschliches Wesen hilflos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Vielleicht wird eines Tages erkannt werden, daß die Anzahl der Beine, die Behaarung der Haut oder die Endung des Kreuzbeins ebensowenig Gründe dafür sind, ein empfindendes Wesen diesem Schicksal zu überlassen."
"Die Natur hat die Menschheit unter die Herrschaft zweier souveräner Gebieter – Leid und Freude – gestellt. Es ist an ihnen aufzuzeigen, was wir tun sollen, wie auch zu bestimmen, was wir tun werden. Sowohl der Maßstab für Richtig und Falsch als auch die Kette der Ursachen und Wirkungen sind an ihrem Thron festgemacht."
"Der Mensch vermehrt sein Glück in dem Maße, in welchem er es anderen verschafft."